Worte zum 1. Mai

Zum Tag der Arbeit in Corona-Zeiten können wir uns fragen, welche Arbeit tatsächlich wichtig ist. Während die Autokonzerne, Volkswagen vorneweg, Staatshilfen beantragen, um sofort einen großen Teil als Dividende an ihre Aktionärinnen auszuschütten, erklärt der Gesundheitsminister Spahn seit Februar, dass für die Pflegerinnen leider kein Pfennig zusätzlich übrig sei. Doch welche Arbeit schützt Leben, welche bedroht es?

„»Nicht reanimieren.« Diese Warnhinweis sollte für die Öl-, Flug- und Autoindustrie gelten. Regierungen sollten den Arbeiter*innen finanzielle Hilfe gewähren, während die Wirtschaft umgebaut wird, damit andere Arbeitsplätze entstehen. Nur die Sektoren sollten gestützt werden, die mithelfen, das Überleben der Menschheit und der lebendigen Welt zu sichern.“ Das schreibt George Monbiot in der englischen Zeitung The Guardian. Link: https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/apr/29/airlines-oil-giants-government-economy Und seiner Forderung schließen wir uns gerne an: „Regierungen wie die britische, sollten ihre Straßenbau-Pläne aufgeben.“

Wir rufen die Arbeiterinnen in allen Pflegeberufen auf, in den kommenden Corona-Konflikten für bessere Arbeitsbedingungen zu ihrem eigenen Wohl, dem ihrer Patientinnen und zugleich für eine sozial-ökologische Wende, von ihrem Streikrecht Gebrauch zu machen. Wirtschaftszweige, die den Planeten zerstören sollten gar keine Staatshilfe erhalten, dafür umso mehr diejenigen, die unsere Gesundheit, gesunde Ernährung und einen ökologischen Umbau der Gesellschaft vorbereiten können.