*Information am Seitenende

Am 27. Juni 2011 hat sich im halleschen Reformhaus die Bürgerinitiative Saaletal gegründet. Die langjährigen vielfältigen Proteste engagierter Einwohner aus Halle und dem Saalekreis gegen den geplanten Bau der Bundesautobahn 143 sind damit erstmals unter dem Dach eines Bürgerforums versammelt.

Wir wollen die Natur- und Kulturlandschaft mit all ihren Schönheiten und ihrer gewachsenen Vertrautheit bewahren. Wir möchten die auch im europäischen Maßstab bedeutenden Naturschätze des Unteren Saaletals – zwischen Halle und Wettin – so erhalten und an künftige Generationen weitergeben, wie sie uns überliefert wurden. Fahrlässige und gedankenlose Zerstörung durch Bauprojekte nach dem Reißbrett gilt es zu verhindern, besonders wenn diese per Federstrich geplant wurden, ohne ihren Bedarf jemals in Frage zu hinterfragen.

Die Argumente gegen eine Autobahn im Saaletal beruhen auf Studien zum aktuellen Verkehrsaufkommen und zur Demographie, auf vergleichenden Überlegungen zu Verkehrsalternativen, zu mehr wirtschaftlicher Vernunft und ökologischer Nachhaltigkeit. Und sie beruhen auf der Einsicht, dass das Verschleudern von Steuergeldern auf Kosten der Natur nicht hingenommen werden darf. Öffentlich Kritik ist unumgänglich, auch in der Form von Klagen, damit es ein Umdenken in der Verkehrspolitik gibt.

Der zerstörerische Eingriff in ein altvertrautes Landschaftsbild bei Halle geht uns alle an – unterstützen Sie uns, tragen Sie durch Aktivitäten, Diskussionen oder Spenden dazu bei, dass ein bedeutsames Kultur- und Naturensemble in seiner Einzigartigkeit erhalten bleibt. Und setzen Sie sich mit uns gemeinsam dafür ein, dass pulsierende Lebensadern auch in Zukunft nicht aus Autobahnen bestehen, sondern zuallererst aus geschützter Natur, kultivierter Heimat, lebendigem Tourismus.

DIE A 143 IST MIT DEM KLIMASCHUTZ NICHT VEREINBAR

Halle an der Saale, 6. November 2017

Im Pariser Klimavertrag hat sich die Bundesrepublik wie alle Nationen der Welt zum Klimaschutz verpflichtet. Um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, will die Bundesrepublik bis Mitte des Jahrhunderts den Ausstoß von Kohlendioxid auf fast Null reduzieren. Gemäß des Klimaschutzplans soll der Ausstoß schon bis 2030 auf 55% des Basisjahres 1990 sinken. Der Co2 Ausstoß soll gemäß des Planes im Verkehrssektor in den nächsten 13 Jahren gegenüber 2014 um rund ein Viertel sinken.

[vgl.: http://www.bmub.bund.de/themen/klima-energie/klimaschutz/nationale-klimapolitik/klimaschutzplan-2050/#c50055]

Die Bürgerinitiative Saaletal fordert die Bundesregierung auf, im Sinne der Klimaschutzziele, nicht nur die Energiewende sondern auch die Verkehrswende zügig voranzutreiben. Eine Dekarbonisierung des Verkehrssektors kann nur durch eine Abkehr vom Verbrennungsmotor und vom Individualverkehr erreicht werden.

[Wuppertal Institut und Greenpeace, 2017, Kursbuch Mobilität https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/20170830-greenpeace-kursbuch-mobilitaet-kurzfassung.pdf.pdf]

Der Neubau von Autobahnkilometern ist deshalb nicht mehr zeitgemäß und passt nicht zur Energiewende im Verkehrssektor. Die Planungen zum Weiterbau der Autobahn 143 sollte endgültig eingestellt werden. Die gesparten Mittel von rund 250 Millionen Euro sind im umweltfreundlichen und klimafreundlichen öffentlichen Verkehr besser aufgehoben. Heute noch eine Autobahn zu bauen, bedeutet die Zukunft des Klimasystems der Erde zu untergraben.

Klimaschutz heißt Straßenbaustopp.

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Bürgerinitiative Saaletal e.V. Große Klausstrasse 11 06108 Halle/Saale
facebook bisaaletal@googlemail.com

*Gefilmt wurde am 29.10.2017 das Saaletal bei Mücheln/Wettin Richtung Salzmünde. Dort würde die Autobahn sein.
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