Ver­fas­sungs­kla­ge vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt – wie ist der der­zei­ti­ge Stand?

Ob Dan­neröder Wald oder Saa­le­tal, mit Ihnen/​Dir zusam­men stop­pen wir den Auto­bahn­neu­bau! Ein neu­er Klä­ger, die Natur­freun­de Sachen-Anhalt e.V., steht in den Start­lö­chern, jetzt brau­chen wir nur noch eines und das ist Dein/​Ihr Wil­le die A143 zu ver­hin­dern! Mit unser aller Spen­den­be­reit­schaft kön­nen wir es schaf­fen, unser Saa­le­tal vor der dro­hen­den Zer­stö­rung in letz­ter Sekun­de zu bewahren! 

Am 12.06.2019 erging vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt per Pres­se­mit­tei­lung der Bescheid, dass der per Kla­ge aus dem Jah­re 2007 erwirk­te Bau­stopp nicht wei­ter auf­recht­erhal­ten wird!

Trotz kei­ner nen­nens­wer­ten Tras­sen­ver­än­de­run­gen ent­schied das­sel­be Gericht, das den Bau der A143 zwölf Jah­re zuvor gestoppt hat­te und die Unver­ein­bar­keit der Tras­se mit den Schutz­zie­len der Lebens­räu­me fest­ge­stellt hat­te, dass „alle Kon­flik­te von der Pla­nungs­be­hör­de feh­ler­frei bewäl­tigt wor­den sei­en“ und wei­ter­hin zu allem Über­fluss eine Vor­la­ge der Pro­ble­ma­tik vor dem Euro­päi­schen Gerichts­hof als Instanz, die die Inter­es­sen von euro­päi­schen Schutz­ge­bie­ten zwei­fels­frei am ehes­ten ein­ord­nen und wich­ten kann, nicht not­wen­dig sei.

Recht­li­che Schrit­te zu die­sem Urteil konn­ten erst fol­gen, als die Urteils­be­grün­dung am 19.11.2019 end­lich vor­lag. Das BVerwG hat­te sich mit sei­ner Begrün­dung exakt bis zum letz­ten mög­li­chen Tag einer Begrün­dung zum Urteil Zeit gelas­sen. Die Urteils­be­grün­dung wur­de über uns juris­tisch über­prüft und der ers­te Ein­druck bestä­tig­te sich: das BVerwG kann nicht nach­voll­zieh­bar begrün­den, war­um der Euro­päi­sche Gerichts­hof hin­sicht­lich der A143 und deren Beein­flus­sung von euro­päi­schen Schutz­ge­bie­ten nicht hin­zu­ge­zo­gen wor­den ist.

Danach hat­ten wir genau 4 Wochen Zeit, eine Kla­ge vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ein­zu­rei­chen. Mit Hil­fe hoch­ka­rä­ti­ger Unter­stüt­zung eines ehe­ma­li­gen Ver­fas­sungs­rich­ters und unse­rer seit Jahr­zehn­ten in die­sem The­ma ste­hen­den Kanz­lei ist es uns trotz des hohen Zeit­dru­ckes gelun­gen eine hoch­fun­dier­te aber auch kos­ten­in­ten­si­ve Kla­ge beim Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt frist­ge­recht ein­zu­rei­chen. Mög­lich wur­de das nur durch die schnel­le und groß­zü­gi­ge Spen­de vie­ler Unter­stüt­ze­rin­nen und Unter­stüt­zer. Vie­len Dank an die­ser Stel­le noch einmal!

Nun muss das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die Kla­ge anneh­men und anschlie­ßend recht­lich umset­zen. Wir alle und auch die Ver­fas­sungs­rich­ter wis­sen, dass die Kon­tak­tie­rung des Euro­päi­schen Gerichts­ho­fes drin­gend not­wen­dig ist um eine wei­te­re Natur­zer­stö­rung durch den begon­nen Bau der A143 zu ver­hin­dern. Bis­her kön­nen wir jedoch die­se Ein­sicht bei den Ver­fas­sungs­rich­tern nicht erken­nen, denn bis­her ist vom Ver­fas­sungs­ge­richt kei­ner­lei Infor­ma­ti­on an den Klä­ger ergan­gen. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ist hier lei­der an kei­ne Fris­ten gebun­den, es obliegt also den Rich­tern zu ent­schei­den inwie­weit man ernst­haft an einer recht­li­chen Klä­rung zum Bau der A143 inter­es­siert ist oder inwie­fern man den Din­gen vor Ort lie­ber frei­en Lauf las­sen möch­te um abzu­war­ten bis mit fort­schrei­ten­dem Bau Tat­sa­chen geschaf­fen werden.

Für uns ist es das Saa­le­tal wert nicht auf das Gut­dün­ken der Ver­fas­sungs­rich­ter zu ver­trau­en son­dern par­al­lel zur Ver­fas­sungs­kla­ge zwei wei­te­re recht­li­che Wege zu gehen, die uns bei­de zügig zum EuGH brin­gen kön­nen. Bei­de Kla­ge­we­ge sind ein posi­ti­ver Neben­ef­fekt, den die Aus­ar­bei­tung der Ver­fas­sungs­kla­ge durch unse­ren hoch­ka­rä­ti­gen Rechts­bei­stand erbracht hat. Ein Klä­ger, die Natur­freun­de Sachen-Anhalt e.V., steht schon in den Start­lö­chern, jetzt brau­chen wir nur noch eines und das ist euer aller Wil­le die A143 zu ver­hin­dern! Mit die­sem Wil­len ver­bun­den mit eurer Spen­den­be­reit­schaft kön­nen wir es schaf­fen unser Saa­le­tal vor der dro­hen­den Zer­stö­rung in letz­ter Sekun­de zu bewah­ren!!! Von daher ergreift die Initia­ti­ve und lasst unser Spen­den­ba­ro­me­ter auf die benö­tig­ten 50.000EUR anstei­gen (das Spen­den­ba­ro­me­ter ist auf unse­rer Home­page für jeden gut ein­seh­bar!), bis­her haben wir 10.000 EUR durch 10% der Peti­ti­ons­zeich­ner erhal­ten, das ist gut aber reicht defi­ni­tiv nicht! Wir sind eine gro­ße Com­mu­ni­ty von über 1000 Peti­ti­ons­zeich­ne­rin­nen und Unter­stüt­zern. Wenn jede oder jeder 100 Euro spen­det, könn­ten mit vol­ler Kraft vor­aus zum Euro­päi­schen Gerichts­hof vordringen!

Bit­te über­weist den Bei­trag, den ihr bei­tra­gen könnt, in den Klagefonds:

Kon­to: R. Voigt
IBAN: DE64 1007 7777 0509 5054 01
Ver­wen­dungs­zweck: Saa­le­tal – A 143

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